ATLANTICC GmbH - Lösung für Linien



Marginal-Bereich 1

Dokumente



Seiten-Inhalt


Bezirkskellerei Markgräflerland

Fachbeitrag in der englischsprachigen VR FOOD + BEVERAGE PACKAGING Ausgabe 2/2011


Zukunftsausrichtung mit neuer Abfüllung


Mit einer rund 10 Millionen € schweren Investition hat sich die Bezirkskellerei Markgräfler Land e.G., Efringen-Kirchen, für die Zukunft gerüstet. Hintergrund der Ausbaumaßnahmen vor allem in der Abfüllung und Verpackung ist der Strukturwandel, den die Winzergenossenschaft in den vergangenen Jahren gestartet hat. Gerhard Rüdlin, geschäftsführender Vorstand der Bezirkskellerei im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich, sieht diesen Wandel vor allem auf der Vertriebsseite als herausragenden Impuls für die Neuausrichtung der Kellerei. "Wir bedienen alle Vertriebskanäle vom Discounter bis zum Top-Hotel und haben uns hier starke Vertriebswege geschaffen. Natürlich sind das teilweise schwierige Verhandlungen, aber der Discount ist auch ein verlässlicher Partner. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit mehrere Fusionen mit benachbarten Winzergenossenschaften verwirklicht, was uns natürlich verpflichtet. Schließlich sind rund 1200 Winzerfamilien – teils im Haupterwerb und teils im Nebenerwerb - von uns abhängig."
 

Dynamik in der Marktentwicklung

"Wir hatten bisher einen 6.000er Füller, der seit 25 Jahren im Einsatz war. Höhere Leistungen waren gefragt, um die Dynamik, die wir in den vergangenen Jahren erlebt und angestoßen haben, auch in der Abfüllung und Verpackung zu verwirklichen." Mr. High-Quality – wie Gerhard Rüdlin im Ort genannt wird – sieht auch die Verpflichtung, einem breiten Publikum an Weinkonsumenten die Weine des Markgräfler Landes zugänglich zu machen.
Für die Neuplanung der Linie arbeitete die Bezirkskellerei mit den Spezialisten für Anlagen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie Atlantic C, Bernkastel-Kues, zusammen. Deren Erfahrung aus zahlreichen Kellerei-Projekten brachte für den Workflow in der Kellerei zahlreiche neue Ideen im Anlagenlayout. "Das Team bei Atlantic C hat uns durch Referenzen und durch schlüssige Vorschläge, die ganz auf unsere Praxis bezogen waren, überzeugt, so dass wir gerne und erfolgreich den insgesamt zweijährigen Weg von der Planung bis zur Verwirklichung gegangen sind."  Der Blick auf die Abläufe in der Abfüllung und Verpackung zeigt, wie optimale Abläufe in Kombination mit individuell ausgelegten Maschinen einen hohen Automatisierungsgrad in der Kellerei bewirken.
 

Qualität beim Füllen sichern

Am neuen Neuglasabschieber etwa lassen sich schon einige Arbeitserleichterungen für die Mitarbeiter erkennen. Sortenwechsel waren bis dato mit dem aufwändigen manuellen Umrüsten der Flaschengreifer verbunden. Nun wird auf Knopfdruck umgestellt. Ein separater Greifer übernimmt die Stülpdeckel, Zwischenlagen und Leerpaletten zur geordneten Entsorgung.
Für die Verarbeitung der Flaschen im Füllerblock kommt der 60-stellige Bertolaso-Rinser Idra zum Einsatz, der die Flaschen mit Chlordioxyd-Wasser während eines vorprogrammierten und steuerungsüberwachten Gesamtbehandlungszyklus' ohne mechanische Kurvensteuerung behandelt. Die Sprühzeiten sind an jedes Flaschenformat optimal angepasst, unabhängig von der Maschinengeschwindigkeit. Ein automatisches System kontrolliert die Funktion jedes einzelnen Rinsventils.
"Qualität ist immens wichtig", so Gerhard Rüdlin mit Hinweis auf die Möglichkeiten zur Sauerstoffreduzierung im Kopfraum der Flaschen. Mit dem Bertolaso-Füller Enoica-Elettra steht in der Abfüllung nun die Low-Oxygen-Füllfunktion zur Verfügung, mit der das Füllsystem gerade Weinbetrieben beste Bedingungen bietet. Dies wird durch die Inertgasüberlagerung des Weins im Füllkessel durch Stickstoff oder CO2 erreicht. Weiterhin wird vor dem Füllvorgang die Luft in der Flasche durch Inertgas ersetzt, so dass der Wein in einer sauerstofffreien Atmosphäre abgefüllt wird. Nach dem Füllen wird während des Herausziehens des Füllventils der Kopfraum der Flasche vollständig mit Gas überlagert. Auch im Schraubverschließer und im Korker wird der Kopfraum der Flasche mit einigen technischen Raffinessen durch Inertgas weiterhin sauerstofffrei gehalten.
 

Per Knopfdruck

Beim neuen 50-stelligen Füller mit einer Leistung von 10.000 1l-Flaschen/Stunde sind mit der per Knopfdruck vom Bediener ausgelösten Füllhöhenverstellung innerhalb von 10 bis 90 Millimeter manuelle Umstellungsmaßnahmen am Füllventil völlig überflüssig.
Überhaupt die Umstellungen – ein Thema, dem Atlantic C große Bedeutung beimisst. Alle formatabhängigen Elemente im Block sind durch automatische Verstellbarkeit oder schnelle Austauschmöglichkeit ohne Werkzeuge gekennzeichnet. Dies beginnt beim Füller und setzt sich fort beim Packer, der durch vollautomatische Einzelgassenzuführung große Vorteile bei der schonenden Behandlung der eleganten Flaschenausstattung bringt. Hier kann die Gassenbreite ohne große Umstellmaßnahmen schnell an das Flaschenformat angepasst werden. Und mit Servo-gesteuerten Regelmöglichkeiten lässt sich die Geschwindigkeit am Packtisch optimal einstellen. Bei der Palettierung geht es genauso weiter – der per Knopfdruck einstellbare Palettierer spart viel Zeit und kann durch integrierte Hakengreifer auch die Kunststoffkisten der Winzergenossenschaften heben.
Besondere Vorteile bringt die von Atlantic C optimierte Aufstellung: Der Füllerfahrer bedient neben dem Block auch die Etikettiermaschine, während ein weiterer Mitarbeiter im Trockenteil Abschieber, Kartonauffalter, Einpacker und Kartonverschließer betreut. Der Staplerfahrer ist weiterhin für Palettierer und Wickler verantwortlich.
 

Perfektes Aushängeschild

Das Zusammenspiel zwischen Atlantic C und unserer Mannschaft hat optimal funktioniert" fasst der Chef der Bezirkskellerei zusammen "und die Leistung der Linie im ein- und zweischichtigen Betrieb hat perfekt gestimmt. Wir haben diese Neustrukturierung und die Entscheidung für diese Linie noch keine Sekunde bereut."  Auch als Aushängeschild eigne sich die neue Anlage, denn die Top-Einkäufer würden bei Ihren Vertragsentscheidungen selbstverständlich auch die Performance in der Abfüllung und Verpackung begutachten.



Marginal-Bereich 2






Sekundär-Navigation 2